Samstag, 13. Dezember 2014

DIY - Handy Ladestation zum „an die Steckdose“ hängen




DIY - Handy Ladestation zum „an die Steckdose“ hängen

Hier mein Weihnachtsgeschenk DIY Freebook. In Zeiten der Mobiltelefone ein echtes „must-have“! :)

Zuerst beginnen wir mit der Zutatenliste. 
Du brauchst:
-Baumwollstoff (am besten nicht dehnbar), in zwei Farben
-Nähgarn passend zum Oberstoff
-Borten und/ oder Bänder
-Pappe (entweder Tonkarton oder für Sparfüchse: Ich hebe immer die Pappen auf, um die Schlafanzüge oder Hemden gewickelt sind, die eignen sich auch prima)
-Textilkleber

-Stift
-Lineal
-Schere für Papier und Stoff
-Mobiltelefon (dient als Schablone)

Noch eine Anmerkung: Bevor ihr loslegt, prüft bitte wo das Ladekabel an eurem Mobiltelefon angeschlossen wird! Bei meinem Modell passiert das an einer der kurzen Seiten, sprich unten. Wird euer Mobiltelefon seitlich mit dem Ladekabel verbunden, müsst Ihr evtl. die Tasche kürzen oder so weit machen, dass das Anschlussteil in die Tasche passt. Hier ist einfach ausprobieren angesagt. Für Profis: Ihr könnt sicher eine Öffnung zum Einstecken des Ladekabels einarbeiten. :)

Schritt 1

-Das Mobiltelefon dient als Schablone, zeichnet den Umriss des Telefons auf die Pappe, lasst dabei genügend Platz zum Rand der Pappe, ca. 2cm an den Seiten und unten, oben lasst ca. 7cm Platz

-Messt eure Steckdose ab. Das Standardmaß hierfür sind 5,5 x 5,5cm Außenmaß, aber geht nochmal auf Nummer sicher.
-Gebt um den Umriss eures Mobiltelefons 0,5cm Zugabe. Am oberen Rand gebt ihr 6-7cm zu (das ist Geschmacksache und hängt davon ab, wie weit der Stecker aus dem Mobiltelefon raus schaut. Sonst bekommt ihr evtl. Probleme mit dem Steckdosenstecker)

-Nun ist der Ausschnitt für die Steckdose dran. Hier habe ich oben, der Stabilität wegen 1,5cm als Steg gewählt und dan den Seiten 1cm. Tragt das entsprechend ab. Ich habe die Ecken abgerundet, damit es sich leichter nähen lässt, aber auch hier ist es, wie alles im Leben, Geschmacksache. Ihr könnt es auch eckig lassen.
-Im nächsten Schritt schneidet ihr die entstandene Schablone aus und zeichnet nochmal ab, ebenfalls auf Pappe, die zweite Schablone ebenfalls ausschneiden. Jetzt habt ihr eure beiden „Rohlinge“ als Grundlage.

Schritt 2

-Schneidet eure beiden (oder mehr) Stoffe großzügig zu, damit genug am Rand der Rohlinge übersteht.
-Als nächstes den Textilkleber großzügig, aber dünn auftragen. Leicht antrocknen lassen und auf eurem Stoff platzieren.
-Wenn der Stoff und die Pappe trocken sind, schneidet ihr den Stoff auf 1-2cm bis zum Rohling zurück.

-Daraufhin folgt der „Feinschnitt“. An den Rundungen schneidet ihr kleine Dreiecke aus, an den Ecken kleine vierecke. Achtet bitte darauf, dass ihr NICHT BIS AN DEN RAND DER PAPPE SCHNEIDET. Lasst bitte 2mm Stoff stehen, der nicht ein, bzw. ausgeschnitten wird (siehe Detailbild). Genauso geht ihr für den „Steckdosenausschnitt“ vor.
-Tragt im Anschluss daran am Rand Textilkleber auf und schlagt eure eingeschnittenen Stoffkanten nach innen. Evtl. müsst ihr einige Büroklammern nehmen um den Stoff auf dem Kleber zu fixieren, das kommt auf die Dicke des Stoffes an. Bei mir hat es ohne auch gut gehalten. Diesen Vorgang wiederholt ihr auch bei dem zweiten Rohling. 

Schritt 3

-Jetzt müsst ihr euch um eure Tasche kümmern, in die das Mobiltelefon hinein kommen soll. Die Größe der Tasche ist natürlich abhängig davon, wie dick euer Telefon ist. Für das in meinem Beispiel habe ich 3cm als Tiefe für die Tasche angenommen, hierbei sind schon 0,5-0,75cm Nahtzugabe enthalten. Das Prinzip der Tasche könnt ihr sicher gut erkennen. Die Quadrate rechts und links unten dienen dazu, die Tasche abzunähen und ihr die entsprechende Form zu geben. Dabei bitte nicht die Nahtzugabe vergessen! Bei 3 cm Tiefe für die Tasche habe ich ein nur 2x2 cm großes Quadrat rausgeschnitten. Ich hoffe, ihr könnt das auf dem Schemaschnitt erkennen? Außerdem habe ich die Tasche gefüttert, damit sie auch genug Stand hat. Wenn euer Stoff sehr dünn ist, spricht auch nichts dagegen ihn mit Vlieseline zu verstärken.
-Im nächsten Arbeitsgang werden die Ecken unten abgenäht. Dabei habe ich beide Stoffe zusammengefasst und abgenäht.



-Als nächstes näht ihr die Tasche an der rechten und linken Seite ganz knapp auf euren Rohling, der die Vorderseite sein soll. Dazu habe ich zwei Bilder angefügt. Legt die linke Seite der Tasche auf die rechte Seite eures Rohlings. Achtet darauf, dass die Ecken der Tasche genau auf den Ecken des Rohlings liegen, das kann ein bisschen kniffelig werden.
-Jetzt wird der zweite Rohling, also die Rückseite, auf den ersten Rohling samt Tasche genäht. Dabei wird die Nahtzugabe der Tasche zwischen die beiden Pappen gefasst. Evtl. müsst ihr euch hier mit Büroklammern oder Wäscheklammern behelfen. Um die Pappen mit dem Stoff dazwischen zusammen zu nähen, empfehle ich euch eine Jeansnadel. Es wird ebenfalls die innere Rundung abgesteppt.


-Nun zeige ich euch was schief gelaufen ist….. Mein zweiter Rohling wurde von mir mit der verkehrten Seite auf den Stoff geklebt, sie waren also nicht gegengleich. Deshalb sind die Rundungen innen auch unterschiedlich und der Rückseitenrohling schaut raus. :(

-Und so sieht die Handyladestation im Gebrauch aus.

-Viel Spaß beim Nacharbeiten und viel Freude beim Benutzen der Handyladestation.

Eine gute Zeit, auch ohne mobiles Telefon, Bianca

NOCH EIN SICHERHEITSHINWEIS:
-Die Ladestation nicht unbeaufsichtigt lassen. Das Mobiltelefon, sowie die Zubehörteile können sich erhitzen, deshalb bitte nur gebrauchen, wenn Ihr in der Nähe seid.

Das KLEINGEDRUCKTE:
Wie immer liegen alle Rechte an Texten und Bildern bei käferglück, kreativer Nähkram, Selbstgemachtes & mehr. Ein Weiterverkauf des Ebooks ist nicht gestattet, ebenso das auszugsweise abdrucken oder kopieren von Texten und Bildern dieses Ebooks. Ich übernehme keinerlei Haftung für Schäden die beim Herstellen der "Handy Ladestation" entstanden sind. Bitte beachtet den Sicherheitshinweis!



Montag, 1. Dezember 2014

Ich sag dann mal TSCHÜß!

So, es ist so weit. Naja, eigentlich nicht, also noch nicht. Aber wenn ich ehrlich bin, Lust habe ich schon seit Wochen nicht mehr, also Lust aufs schwanger sein. Für das Baby ist alles vorbereitet und ich gebe mir Mühe den Haushalt am Laufen zu halten, aber für schöne Dinge, wie das hier, meinen Blog oder das Nähen, habe ich irgendwie keine Zeit mehr. Ich WILL aber auf jeden Fall noch eine Weihnachtsgeschenk-DIY-Idee auf dem Blog zeigen, weil es mir einfach so gut gefällt und euch vielleicht auch?
Dawanda ist jetzt erstmal geschlossen. Falls jemand was haben mag, dann bitte per email an mich wenden und bitte nicht gleich verzweifeln, wenn ich mich auch mal nicht gleich (also erst in 3 Wochen oder so) melde. Ich habe derzeit andere Prioritäten....

Eine gute (vorweihnachts-) Zeit, Bianca

Samstag, 13. September 2014

DIY Sling nähen leicht gemacht! Geht das?



In diversen Foren wird immer mal wieder gefragt: Wie kann ich einen Sling nähen, ohne das ich am Ende Falten habe oder mir etwas vom Tragetuchstoff über steht? Ganz einfach, ihr setzt Markierungen! Bei einem gestreiften Tragetuch ist das ganz einfach, dort sind die Streifen eure Markierung, immer den gleichen Streifen beim nähen aufeinander legen. Aber wie ist es bei wild gemusterten Tüchern??? Fast genauso. Hier eine Schritt-für-Schritt Anleitung. Das verarbeitete Tragetuch ist von KoKaDi, heißt Rock n‘ Roll und ist wohl eines der begehrtesten Tücher, die es derzeit von diesem Hersteller gibt….Aber das ist ja , wie fast alles im Leben, Geschmacksache!
 
Und jetzt geht’s los!
Zutatenliste:
-Tragetuch (oder ein ausreichend langes Stück von einem Tragetuch)
-Slingringe (aus Aluminium) gibt es bei (fast jedem) Tragetuchhersteller
-Nähmaschine
-Nähgarn
-Stecknadeln
-Sublimier-Kreide oder eben normale Schneiderkreide
-Schere
-Lineal (vorzugsweise länger als 30 cm oder wahlweise einen geraden Holzstock)


Vorab noch die Frage nach der richtigen Slinglänge. Die ermittelt ihr, indem ihr die Strecke von der rechten Schulter zu dem linken Hüftknochen messt; die gemessene Strecke mal 2 nehmt (auf dem Bild in ROT eingezeichnet) und nochmals eine Strecke von eurer rechten Schulter bis zur Mitte eures rechten Oberschenkels (auf dem Bild in BLAU eingezeichnet)  ausmesst und dazu addiert. Verstanden?
Bsp.: ( 55 x 2 ) + 70 = 180cm Slinglänge
 
Quelle (nur der Körpersilhouette):
http://www.easyvectors.com/browse/
human/female-body-silhouette-
front-clip-art


Aber jetzt!

Messt euch entsprechend eurer Maße die länge des Slings ab und addiert NOCHMALS 20-25 cm für den Tunnel der Ringe zu. (Bei einer Slinglänge von 180cm kämt ihr dann auf 200cm bzw. 205cm Länge)
 
Ihr braucht eine gerade Schnittkante. Dafür schneidet ihr am Tragetuch an eurer Längenmarkierung ca. 3-4 cm gerade in das Tuch und zieht euch zwei Schussfäden (Faden der über die gesamte Breite des Tuches geht) heraus. Wie das aussieht seht ihr auf den Bildern.


Anschließend schneidet ihr genau entlang der entstandenen Linie und habt eine gerade Schnittkante die im Anschluß mit der Overlook, bzw. einem engen Zick-Zack-Stich versäubert wird. An den Nahtenden bitte vernähen, damit keine Fäden abstehen.


Nach dem versäubern bügelt ihr die Kante ca. 1-1,5cm um, damit die Versäuberungsnaht verschwindet. Die Tuchecken schlagt ihr im 45° Winkel ein, dann kommen die Kanten nicht beim Nähen raus.


Als nächstes müßt ihr die Länge eurer „Tunnelzugabe“ auf dem Tuch anzeichnen. Also von der Schnittkante im Abstand von 20-25 cm eine Linie ziehen.


Danach das Tuch mit der umgebügelten Kante auf eure Linie legen, dabei darauf achten, dass die Kanten aufeinander liegen und nix übersteht. Ihr könnt das Tuch gerne mit Stecknadeln fixieren, dann verrutscht auch nix. Jetzt wird markiert. Zieht Striche quer zu eurer umgebügelten Schnittkante. Wenn ihr euch nicht sicher seid, macht lieber 3 Markierungen mehr. Danach die Nadeln wieder entfernen und den Tunnel aufklappen.


Nun die Aluminiumringe in den Tunnel ziehen und die umgebügelte Schnittkante auf eure Linie stecken, dabei die Markierungen beachten und passend stecken!



Anschließend entlang der Kante schmal absteppen. Die Nadeln beim nähen entfernen. Wenn ihr die erste Naht genäht habt, setzt noch eine Naht, ca. 1cm neben eure erste Naht. Richtig sicher wird das ganze , wenn ihr neben die zweite Naht noch eine dritte Naht setzt. 
Fertig! 


Leider habe ich vergessen den fertigen Sling zu fotografieren, aber wenigstens habt ihr die Anleitung!

Eine Gute Zeit, auch im Sling! Bianca